MO\11.06.18\20:00
Kiesel im k42

Claus Peymann liest „Holzfällen“ von Thomas Bernhard

„Ein deutsches Theatergenie ersten, ja allerersten Ranges, ein Theaterbesessener erster Klasse, ein Theaterberserker.“

Dieser Roman war ein legendärer Literaturskandal. Als „Holzfällen. Eine Erregung“ von Thomas Bernhard 1984 erschien, wurde das Buch auf gerichtliche Anordnung in Österreich beschlagnahmt. „Holzfällen“ handelt von einer Wiener Abendgesellschaft, einem „künstlerischen Abendessen“, das der Ich-Erzähler auf einem Ohrensessel sitzend mit den für Bernhard typischen Monologen und Schimpftiraden kommentiert.

Thomas Bernhard hatte in dem Regisseur Claus Peymann einen kongenialen künstlerischen Partner gefunden und ihn in „Holzfällen“ selbst dargestellt als künftigen Theaterdirektor. „Der Dramatiker und sein Regisseur gehörten zusammen wie Faust und Mephisto; zwei Seiten einer Persönlichkeit“, schrieb die Presse zu Peymanns 80. Geburtstag.

Nach großartigen Jahren in Stuttgart und Bochum leitete Claus Peymann 13 Jahre lang das Wiener Burgtheater und anschließend über 18 Jahre das Berliner Ensemble. 2018 inszeniert der „Theaterkönig“ in Stuttgart Shakespeares „König Lear“.

12 €