DI\19.03.19\19:30
Graf-Zeppelin-Haus

Der kaukasische Kreidekreis

von Bertolt Brecht
Berliner Ensemble

Michael Thalheimer Regie

19:00 Einführung

Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Schließlich entscheidet sie sich für das Kind. Auf der Flucht nimmt sie vieles auf sich, um das Kind zu schützen und ihm die Mutter zu ersetzen. Nach dem Ende der Wirren will die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben, denn jetzt ist es der Erbe eines großen Vermögens.

Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung unter Richter Azdak. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische, aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu. Wer wird das Kind aus dem Kreis ziehen? Es ist Grusche, die schließlich als wahre Mutter anerkannt wird, weil sie darauf verzichtet, schmerzhaft an dem Jungen zu zerren.

Michael Thalheimer, Hausregisseur am Berliner Ensemble, hat das Stück zugunsten der Handlung um die Magd stark verkürzt. „Eine Wucht, der entschlackteste Brecht, den man sich nur wünschen kann.“ (Süddeutsche Zeitung)

33 / 26 / 18 / 11 €