DI\23.10.18\20:00
Kiesel im k42

Katharina Adler liest aus „Ida“

Autorenlesung

Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der „petite hystérie“ und einer äußerst bewegten Familiengeschichte. Sie erkrankte psychisch und entwickelte in einer konfliktreichen Zeit viele körperliche Symptome. Der Vater verordnete eine Behandlung bei Dr. Freud, die Dora aber schon nach drei Monaten vorzeitig beendete.

Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familienanekdote. Denn Dora war ihre Urgroßmutter Ida, die einzig und allein durch Freuds Aufsatz „Bruchstück einer Hysterie-Analyse“ – nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung – zu Nachruhm kam. Katharina Adler hat die Geschichte weiterverfolgt und einen mitreißenden Roman über Ida Bauer (später Adler) geschrieben, in deren Geschichte sich ein halbes Jahrhundert spiegelt, ein Leben zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung

5 €