FR\19.10.18\19:00
Kiesel im k42

Verleihung der Förderpreise 2018

der Stadt Friedrichshafen für junge Künstlerinnen und Künstler

Franziska Broschek (Tanz)
Ruben Föhr
(E-Musik)
Lea Polanski (E-Musik)

Seit dem Jahr 2001 vergibt die Stadt Friedrichshafen Künstlerförderpreise an junge Nachwuchskünstler*innen aus allen Kultursparten, die neugierig machen auf neue, offene Blick-, Hör- und Denkweisen der jungen Kunst aller Sparten. 77 Preisträger wurden in den 18 Jahren von der Jury ausgezeichnet und damit auch finanziell gefördert.

Mit dem Programm zur Förderung dieser besonders begabten Nachwuchskünstler*innen setzt die Stadt Friedrichshafen genau dort an, wo junge Künstler*innen in ein Vakuum fallen: beim Übergang von der Hochschule oder der Akademie in die freischaffende Tätigkeit. Der Preis soll helfen, dieses Vakuum zu überwinden, er ist Anerkennung und Ermutigung zugleich, ein Anschub für den Schritt ins Profigeschäft.

Die Preisträger*innen in diesem Jahr sind Franziska Broschek (Tanz), Ruben Föhr (Viola) und Lea Polanski (Querflöte). Sie präsentieren ihre Kunst im Rahmen der Preisverleihung am Freitag, 19. Oktober um 19 Uhr im Kiesel im k42, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Künstlerförderpreis 2018 – Die Preisträger

Franziska Broschek (Jg. 1995)
Das Tanzen war von Kindheit an eine große Leidenschaft von Franziska Broschek. Tänzerisch orientiert sie sich an der Popularkultur, am Hip Hop-Stil mit seinen ausdrucksstarken, musikalisch-spielerischen und schnellen, kräftigen Bewegungen. Zu ihrem Spektrum an Tanzstilen gehören: Electric Boogie, Old School, New Style, Ragga und der Dancehall-Stil.

Dass es in FN eine so begabte, ambitionierte und erfolgreiche Tänzerin gibt, war bis jetzt wahrscheinlich kaum noch jemandem bekannt. Franziska Broschek beteiligte sich schon ganz jung an vielen Wettbewerben, mit 15 Jahren gewann sie den 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Es folgen viele weitere Meisterschaften und Titel. Mit 18 Jahren hatte sie ihren ersten internationalen Erfolg: die Qualifikation zur Europameisterschaft in Amsterdam. Ergebnis: 4. Platz im Wettbewerb und damit die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Kopenhagen. Dort belegte sie Platz 14 bei über  100 Tänzerinnen. Franziska Broschek bildet sich bei renommierten Choreographen und Workshops weiter. Und sie vermittelt die Tanztechniken und ihr Wissen an Kinder und Jugendliche weiter: u.a. in Tanzprojekten mit Schüler*innen des Graf-Zeppelin-Gymnasiums; Tanz-AGs an der Ludwig-Dürr-Schule; Choreographie der Tänze für das Seehasentheater 2017.

Lea Polanski (Jg. 1993) hat eine konsequente musikalische Entwicklung gemacht. Querflötenunterricht, Wettbewerb „Jugend musiziert“, Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ , Mitglied der Jungen Bläserphilharmonie NRW, Flötistin des Landesjugendorchesters NRW, Jungstudentin im Detmolder Hochbegabtenzentrum, Solistin bei verschiedenen Konzerten, Bachelor-Studium: künstlerisches Hauptfach Querflöte an der Hochschule für Musik Detmold; seit diesem September Masterstudium an der Musikhochschule Luzern. Außerdem war sie in diesem Sommer Mitglied der Orchesterakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes. Dort wurde ein großes Werk der Musikliteratur erarbeitet und dann in der Münchner Philharmonie im Gasteig aufgeführt. (Mahlers 8. Sinfonie). Sie war die Soloflötistin. Damit ist sie ihrem musikalischen Traum schon ziemlich nahe gekommen, nämlich hauptberuflich im Orchester zu spielen.

Lea Polanski ist musikalisch vielseitig und bringt sich auch musikalisch in der Stadt ein durch Auftritte, Mitwirkung im Stadtorchester, Leitung von Registerproben des Orchesters und Gründung eines Vokalquintetts, in dem sie selbst mitsingt.

Der jüngste der diesjährigen Preisträger ist Ruben Föhr (Jg. 1999). Sein Instrument ist die Viola. György Ligeti: Der Klang der Viola besitzt „eine eigenartige Herbheit, kompakt, etwas heiser, mit dem Rauchgeschmack von Holz, Erde und Gerbsäure,“

Ruben Föhrs Stationen sind: Viola-Unterricht, zunächst an der Musikschule Tübingen, seit 2005 bei Andres Schreiber an der Musikschule Friedrichshafen, anschließend bis 2012 bei Prof. Rudolf Rampf (Musikschule Tettnang); parallel zur Schulausbildung in Friedrichshafen absolviert er seit 2015 ein Vorstudium am Landeskonservatorium in Feldkirch bei Prof. Klaus Christa. 3. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Kassel: Höchstpunktzahl von 25 Punkten beim Regionalwettbewerb in Friedrichshafen; Mitglied des Landesjugendorchesters BaWü. ; Stimmführer der „Jungen Philharmonie Ostwürttemberg“;

Aufnahme in das Bundesjugendorchester (BJO), mit dem er Auftritte u.a. in der Hamburger Staatsoper, Festspielhaus Baden-Baden und Semperoper Dresden hatte.

Bei der Preisverleihung wird er seine musikalische Begabung mit einer Sonate für Viola und Klavier von Rebecca Clarke und  J. S. Bachs Cellosuite Nr. 6, bearbeitet für Viola, unter Beweis stellen.

 

Der Eintritt ist frei, mit anschließendem Stehempfang.