SO\16.02.20\18:00
Kiesel im k42

Chris the Swiss

Filmtage 2020
Dokumentarfilm von Anja Kofmel
Schweiz 2018, 90 Minuten, FSK: keine Angabe; OmU

Kroatien, Januar 1992. Mitten in den Jugoslawienkriegen wird Chris, ein junger Schweizer Journalist, in der Uniform einer internationalen Söldnergruppe unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden. Zwanzig Jahre später erforscht seine Cousine, die Regisseurin Anja Kofmel, die Hintergründe. Was genau ist passiert? Wieso übt Krieg auf einige Menschen solch eine Faszination aus? Und kann man über Krieg berichten, ohne selbst involviert zu sein?

Anja Kofmel begibt sich in diesem Film nicht nur auf die Spurensuche eines nahen Verwandten und seines ungewöhnlichen Schicksals, sie interessiert sich überdies für die Motivation von Journalisten, die aus gefährlichen Gebieten und Situationen berichten. Diese zugleich höchst persönlichen und allgemeingültigen Inhalte setzt die Regisseurin auch filmisch hochinteressant um, indem sie animierte Szenen mit realen kombiniert.

„Chris the Swiss“ wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Schweizer Filmpreis in den Kategorien Bester Dokumentarfilm, Beste Musik und Bester Schnitt.

Die Presse schrieb:

„Es ist eine aufregende Untersuchung, eine Reflexion über die Schrecken des Krieges, ein Thriller, eine Initiationsreise, durchsetzt mit Animationssequenzen von beängstigender Schönheit.“

„Einer der Höhepunkte der Semaine de la Critique.“

6 € (erm. 4 €)

„Festivalticket“ (für alle Filme/Programme): 24 € (erm. 16,50 €)