MI\13.11.19\20:00
Kiesel im k42

Briefwechsel Arno Schmidt / Hans Wollschläger

Lesung
Mit Bernd Rauschenbach, Joachim Kersten, Giesbert Damaschke

Arno Schmidt (1914–1979) war ein Solitär in der deutschen Literaturlandschaft. Sein Hauptwerk „Zettel‘s Traum“ war auf 120 000 Notizzetteln angelegt. Das Buch besteht aus 1334 Seiten als dreispaltiges Originaltyposkript im Format DIN A3.

Hans Wollschläger (1935–2007) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker, der vor allem durch seine Übersetzung von James Joyce’ Roman „Ulysses“ sowie seine Karl-May-Biografie bekannt geworden ist. Eine einzigartige Korrespondenz beginnt im September 1957 zwischen Arno Schmidt und dem jungen Mitarbeiter des Karl-May-Verlags, Hans Wollschläger. Zu Beginn kreist der Briefwechsel, noch förmlich, um das Spätwerk Karl Mays. Doch schon bald wird der Kontakt intensiver und persönlicher, der Ton freier. Wollschläger nimmt unter Arno Schmidts Briefpartnern eine Sonderstellung ein: Schmidt akzeptiert ihn als Kollegen und bemüht sich, ihn als Autor und Übersetzer zu fördern. Er vermittelt Aufträge und setzt sich nachdrücklich für seinen Roman „Herzgewächse oder der Fall Adams“ ein. 1964 beginnen sie damit, das Gesamtwerk Edgar Allan Poes ins Deutsche zu übersetzen. Nicht in gemeinsamer Arbeit, aber in regelmäßigem Austausch über Autor und Werk. Erst als Schmidt sich in die Arbeit an „Zettel’s Traum“ zurückzieht, wird der Kontakt spärlicher, bis Schmidt völlig verstummt.

5 €