DI\18.02.20\20:00
Kiesel im k42

Cora Chilcott rezitiert Friedrich Schiller

Freiheit lebt nicht nur im Reich der Träume

Sein Leben lang hat sich Schiller mit den Fragen nach einer idealen Gesellschaftsform auseinandergesetzt und seine Kritik an der damals herrschenden Ordnung auch in seine Dichtkunst einfließen lassen. Seinen berühmt gewordenen Figuren legte er feurige Botschaften in den Mund: Johanna, Marquis Posa, Fiesko, Maria Stuart. Sie alle kommen in Cora Chilcotts Schiller-Programm zu Wort. Gedichte, Briefe Friedrich Schillers und Auszüge aus den Dramen fügen sich zu einer wortgewaltigen Collage, die dem „Dichter der Freiheit“ ein Denkmal setzt. Für Schiller existierte die Freiheit „nur in dem Reich der Träume“, sie gab es im damaligen Deutschland nicht wirklich. Aber „politische und bürgerliche Freiheit bleibt immer und ewig das heiligste aller Güter, das würdigste Ziel aller Anstrengungen und das große Zentrum aller Kultur.“ (Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen).

Cora Chilcott, von 2001 bis 2014 Schauspielerin am Berliner Ensemble, ist mit ihren Schauspiel-Soli u.a. an der Berliner Volksbühne, zur Schillerwoche in Marbach, in Weimar, Leipzig, Mannheim und Rudolstadt, für die Goethe-Institute in Lissabon, Riga, Stockholm, Oslo und auf Festivals in Sarajevo, Strasbourg, Verona, Florenz und Bologna aufgetreten.

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