DO\08.10.20\19:30
Graf-Zeppelin-Haus

Der Vorleser

von Bernhard Schlink
Württembergische Landesbühne Esslingen

Bühnenfassung von Miriam Neidhart in Zusammenarbeit mit Bernhard Schlink

Mirjam Neidhart Regie

Heidelberg, 1958. Der fünfzehnjährige Michael Berg leidet an Gelbsucht. Als er sich auf dem Heimweg bei strömendem Regen in einem Hauseingang übergibt, kommt ihm eine Frau zu Hilfe und bringt ihn nach Hause. Um sich bei ihr zu bedanken, stattet Michael ihr nach seiner Genesung einen Besuch ab. Zwischen dem Jugendlichen und der 21 Jahre älteren Hanna entwickelt sich eine ungleiche Beziehung. Zu deren Ritualen gehört neben einem gemeinsamen Bad bald auch, dass Michael Hanna vorliest. Eines Tages ist Hanna plötzlich verschwunden. Sieben Jahre später sieht Michael, der inzwischen Jura studiert, sie im Gerichtssaal wieder. Hanna, so erfährt er, war KZ-Aufseherin während des Nationalsozialismus‘ und soll zudem verantwort­lich für den Tod hunderter Häftlinge sein. Michael, der in seinen Gefühlen für sie hin- und hergerissen ist, erkennt im Verlauf des Prozesses, dass Hannas Verhalten im Prozess und auch während ihrer Beziehung nur dadurch zu erklären ist, dass sie weder lesen noch schreiben kann. Das verändert seinen Blick auf sie und die gemeinsame Zeit erneut …

Bernhard Schlinks 1995 veröffentlichter Roman „Der Vorleser“ wurde in über 40 Sprachen über­setzt und zu einem weltweiten Bestseller. Lakonisch und zugleich einfühlsam erzählt er die Ge­schichte einer gegenseitigen Abhängigkeit und reflektiert mit seinen fein gezeichneten Figuren den Menschen als moralisch empfindendes und denkendes Wesen im Angesicht der Verbrechen des Holocaust.

20 € (erm. 14 €)

 

Der Vorverkauf beginnt 4 Wochen vor der Veranstaltung