DI\04.12.18\19:30
Graf-Zeppelin-Haus

Ghetto

Schauspiel mit Musik
von Joshua Sobol
Wolfgang Borchert Theater, Münster

Deutsche Fassung: Jürgen Fischer
Meinhard Zanger Regie \ Manfred Sasse Musikalische Leitung

19:00 Einführung Volker Westphal

1941 im jüdischen Ghetto von Wilna. Jakob Gens, Chef der jüdischen Ghettopolizei, arrangiert sich mit dem SS-Führer Hans Kittel. Sein Motto: „Arbeiten, um zu überleben“. Um die Moral und den Lebenswillen der Juden zu stärken, will Gens ein Theater im Ghetto gründen. Er stößt auf Protest unter den Ghettobewohnern: „Auf dem Friedhof spielt man kein Theater!“
In einem Reigen atemloser Szenen mit Klezmer-Musik reagieren die Ghettobewohner auf den mörderischen Wahnsinn. Der Ghetto-Polizeichef Gens, der unbeugsame Bibliothekar Kruk, die mutige Sängerin Chaja, die sich den Partisanen anschließt, der schamlos geldgierige Weisskopf, der davon träumt, sich durch seine Geschäftstüchtigkeit für die Deutschen unentbehrlich zu machen: Sie alle sind der zynischen Tyrannei des SS-Offiziers Kittel ausgeliefert, einem nonchalanten Sadisten, der jüdischen Humor, Jazz und Gershwin liebt – und ein gnadenloser Killer ist.

Ghetto, geschrieben nach einer wahren Begebenheit, wurde für den israelischen Dramatiker Joshua Sobol zum Welterfolg. Das Wolfgang Borchert Theater hat das Stück in einer eigenen Fassung erfolgreich auf die Bühne gebracht. „Eine beeindruckende wie beklemmende Aufführung […], gespickt mit Szenen, die ungemein unter die Haut gehen.“ (Die Glocke)

33 / 26 / 18 / 11 €