MO\02.03.20\20:00
Kiesel im k42

Lukas Bärfuss liest aus „Malinois“

Autorenlesung

Lukas Bärfuss ist der aufregendste Schweizer Autor, der immer wieder in eine Reihe mit Max Frisch gestellt wird. Er schrieb zunächst Theaterstücke; ein Publikumsrenner wurde das Stück „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ und „Der Bus“. Sein Roman „Hundert Tage“ thematisierte den Völkermord in Ruanda Mitte der Neunzigerjahre. In seinem Roman „Koala“ spürte er reflektierend dem Selbstmord seines Halbbruders nach. Für dieses Buch ist er mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden. Zuletzt erschien sein jüngster Roman „Hagard“, dessen Geschichte um einen erfolgreichen Geschäftsmann kreist, der sich durch obsessives Begehren aus allen sozialen Bindungen löst. Im vergangenen Oktober wurde Lukas Bärfuss mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurde ein herausragender Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, der immer wieder mit pointierten Essays und Debattenbeiträgen zum politischen Geschehen an die Öffentlichkeit tritt.

Nun ist ein Band mit Erzählungen erschienen, die im Lauf von zwanzig Jahren entstanden sind. Das Verbindende in den Erzählungen von Lukas Bärfuss sind die Liebe und das Begehren. Ein weiteres Verbindendes ist der immer wieder eintretende Zufall, die Willkür des Lebens, die das Leben von einem Moment auf den anderen plötzlich ändert. In zugleich sinnlicher als auch analytischer Sprache erzählt Lukas Bärfuss von Menschen, die aus den Routinen des Alltags herausgerissen werden.

5 €