MO\14.12.20\20:00
Kiesel im k42

Rolf Lappert liest aus „Leben ist ein unregelmäßiges Verb“

Autorenlesung

Eine Aussteiger-Kommune auf dem Land, 1980: Die Behörden entdecken vier Kinder, die versteckt vor der Welt aufgewachsen sind. Von diesem Tag an werden

sich Frida, Ringo, Leander und Linus jahrzehntelang nicht wiedersehen. Die Schicksale der „Kinder vom Kampstedter Bruch“ werden auf Schlagzeilen reduziert, doch sie haben ihre eigenen Geschichten, die Rolf Lappert in diesem großen Roman über Freundschaft und Verlust und den Trost der Erinnerung erzählt.

Aus der Isolation in die Wirklichkeit geworfen, blicken sie staunend um sich. Und leben die unterschiedlichsten Leben an zahllosen Orten: in Pflegefamilien und Internaten, auf Inseln und Bergen, als Hassende und Liebende. Wie finden sich Verlorene in der Welt zurecht? Ist die Vergangenheit jemals vergangen? Was kann jemanden besiegen, der einmal glücklich war? In seinem ganz eigenen zärtlich-lakonischen Ton erzählt Rolf Lappert, wie man sich von seiner Kindheit entfernt, ohne sie jemals hinter sich zu lassen. „Leben ist ein unregelmäßiges Verb“ ist ein wahrhaft epischer Roman mit zahlreichen faszinierenden Handlungsorten, Nebenfiguren, Zeitebenen.

Rolf Lappert wurde 1958 in Zürich geboren und lebt in der Schweiz. Er absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker, war später Mitbegründer eines Jazzclubs und arbeitete zwischen 1996 und 2004 als Drehbuchautor. 2008 erschien der für den Deutschen Buchpreis nominierte und mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnete Roman „Nach Hause schwimmen“, 2010 der Roman „Auf den Inseln des letzten Lichts“, 2012 der Jugendroman „Pampa Blues“ und 2015 der ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman „Über den Winter“.

5 €